Überarbeitung der Webseite

Ab sofort läuft diese Webseite mit WordPress. Für alle, denen das nichts sagt: WordPress ist ein universelles Werkzeug zur Veröffentlichung von Texten und Mediendateien. Ursprünglich ein Hilfsmittel zum Bloggen, kann es inzwischen durch jede Menge von Programmerweiterungen mit den unterschiedlichsten Funktionen ausgestattet werden. Diese Webpräsenz ist z.B. kein klassisches Weblog, aber Bloggen kann man auch – auf dieser Seite nämlich. Unter „Aktuelles“ findet man sie im Menü.

13 Jahre mit wechselnden Webtechnologien

Damit steigen wir nach 13 Jahren mit einer handgecodeten Homepage auf ein modernes Content-Management-System um. Ein Rückblick auf diese 13 Jahre ist auch ein Rückblick in die Geschichte der Webtechnologien: die ersten sechs Jahre war die Webseite mit Frames und Tabellen gestaltet. Damals ein normales Verfahren, um einen einheitlichen Rahmen für wechselnde Inhalte zu setzen. Man kann so z.B. Menüs nachträglich ändern, ohne jede einzelne Seite bearbeiten zu müssen. Trotzdem ist das heute eine völlig überholte Technik, sozusagen aus der Steinzeit des Internet. Sie irritiert die Suchmaschinen und beschert manchmal merkwürdig angezeigte Resultate. Bis heute laufen aber die älteren Teile der Webpräsenz mit Frames. Es wäre schlicht zu aufwendig, das alles nachträglich umzustellen. Mit den Predigten des Jahrgangs 2006 habe ich das mal gemacht – und danach auf weitere Ambitionen dieser Art verzichtet. Einfach abschalten wäre aber auch keine Lösung, denn die Seiten werden ja bis heute immer noch häufig aufgerufen.

2006 erfolgte dann die erste große Umstellung: .shtml – Seiten erlaubten es endlich, von den Frames wegzukommen und weiterhin auch nachträgliche Änderungen für viele Seiten in einem Rutsch vorzunehmen. Dazu wechselten wir vom landeskirchlichen Webserver zu einem freien Anbieter. Trotzdem waren auch die Möglichkeiten von .shtml begrenzt, und so gab es 2009 die nächste Umstellung: auf .php-Seiten. Die ermöglichten nun endlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten und Automatisierungen. Durch alle Systemwechsel hindurch gelang es aber, das einheitliche Aussehen und die Benutzerführung der Seiten einigermaßen beizubehalten.

Abschied von der handgecodeten Website

Nun steht der nächste Schritt an: der Abschied von der in allen Einzelheiten handgecodeten Seite zu einem Content-Management-System, bei dem Technik, Layout und Inhalte getrennt sind. Wenn so ein System erst einmal eingerichtet ist, muss man sich nur noch um die Inhalte kümmern. Alles andere läuft im Hintergrund automatisch und ist zwar – dank der open-source-Grundsätze – prinzipiell nachvollziehbar, aber natürlich nur, wenn man die entsprechenden Programmierkenntnisse hat. Trotzdem bleibt das System flexibel und ist auch für neue Webtechnologien offen, weil WordPress ja weiterentwickelt wird und durch Plugins fast beliebig erweiterbar ist. Vor allem aber ist Besuchern jetzt möglich, auf den Seiten Kommentare zu hinterlassen. Das passiert zwar nicht ganz häufig, sollte aber doch Diskussionen erlauben.

Darüber hinaus ist von WordPress aus die Interaktion mit sozialen Netzen wie Facebook wesentlich einfacher. Viele Diskussionen laufen ja inzwischen dort – was aber nicht unbedingt gut ist. Denn Facebook und Co. sind letztlich nicht-öffentlich, also Privatgelände, und als Nutzer hat man dort nicht wirklich Rechte. Deswegen bestehen keine Pläne, die eigene Webpräsenz zugunsten der sozialen Netzwerke aufzugeben. Inhalte werden auch in Zukunft hier veröffentlicht, wo wir die volle Kontrolle behalten.

Die Last der Geschichte …

Wichtig war, dass die Seite auch unter WordPress eine einigermaßen einheitliche Optik bewahren kann. Dafür sorgen die Gestaltungsmöglichkeiten, die man über .css-Dateien hat (wem das nichts sagt: bitte ausnahmsweise mal einfach glauben – ist jetzt zu schwierig zu erklären). Ein bisschen Handwerk bleibt also doch. Einzelne ältere Seiten werden neu auf WordPress umgestellt, aber die Masse der alten Seiten bleibt (Gründe: siehe oben). Das ist einerseits schade, weil eine gewisse Uneinheitlichkeit spürbar bleibt. Andererseits kann man sich von seiner Geschichte nicht mal eben so trennen. Das hat ja auch was.

Ebenfalls bleibt es eine Herausforderung, das System mitten im Betrieb so umzustellen, dass die Adressen für die Suchmaschinen erhalten bleiben. Denn das Ranking bei den Suchmaschinen ist inzwischen einer der wichtigsten Faktoren, um im Internet gefunden zu werden. Mal sehen, wo es noch holpert. Und nach und nach werden dann doch noch mehr von den wichtigen Seiten in WordPress integriert werden (und für 301-Umleitungen wird gesorgt).

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