Im Frieden miteinander leben

Besonderer Gottesdienst am 20. Februar 2011 mit Predigt zu 3. Mose 25, sowie 5. Mose 12 und 15

Verfasser: Walter Faerber

Zu Beginn des Gottesdienstes zeigte die Vorkonfirmandengruppe Szenen zum Landverlust durch Schulden in alttestamentlicher Zeit.

Begrüßung:

Ich begrüße Sie und Euch zu unserem Besonderen Gottesdienst »Im Frieden miteinander leben«. Deshalb heute mit Nachdruck: Gottes Friede sei mit euch allen!

Vielleicht hat der eine oder die andere gedacht, das gibt so eine allgemeine Aufforderung, schonend miteinander umzugehen. Aber bei der Formulierung des Titels hat das biblische Wort für Frieden Pate gestanden. Und dieses Wort ist Schalom – damit ist mehr gemeint, als dass man irgendwie friedlich miteinander auskommt. Es geht um einen gesegneten, gerechten Zustand, wo alle Raum zum Leben haben und wo es auch keine versteckte Gewalt und kein verstecktes Unrecht gibt.

Alle sollen Raum zum Leben haben, alle sollen ihr Auskommen haben, und das bedeutete in der landwirtschaftlichen Gesellschaft, die in der Bibel vorausgesetzt ist: alle sollen eine Anteil am Land haben, genug, um sich und ihre Familie zu ernähren. Aber in fast allen landwirtschaftlichen Gesellschaften gibt es Mechanismen, die dazu führen, dass einige ihr Land verlieren und andere immer mehr davon bekommen. Wie geht das? Das werden uns jetzt gleich die Vorkonfirmanden in einigen Szenen zeigen.

Es sind Szenen aus der Zeit des Alten Testaments. Keine großen historischen Ereignisse, sondern Alltagsszenen, wie sie sich immer wieder abgespielt haben. Fünf Szenen, an denen man sieht, auf wie vielen Wegen das passieren kann, dass Menschen erst in Schulden geraten und am Ende ihr ganzes Land verlieren. Aber in der letzten Szene sehen wir auch, dass Gottes Propheten sehr deutlich gesagt haben, dass Gott das nicht zulassen will.

Wir werden heute in diesem Gottesdienst sehen, wie Gott dem Problem des Landverlustes und der Schulden entgegenwirkt. Und wir werden miteinander überlegen, was das für uns heute bedeutet: wie eine Gesellschaft aussieht, die wirklich in Frieden miteinander lebt. Wir leben nicht mehr in einer so stark landwirtschaftlich geprägten Welt, aber Frieden, Schalom, brauchen Menschen in jeder Gesellschaft.

Lesung:

Wir haben vorhin gesehen, wie Menschen in der Not manchmal Schulden machen müssen, die sie kaum wieder zurückzahlen können. Deshalb gibt es in der Bibel Gesetze, die verhindern sollen, dass Menschen in eine Schuldenfalle geraten, aus der sie nicht mehr herauskommen. Z.B. war es verboten, Zinsen zu nehmen, wenn sich jemand in der Not etwas leihen musste. Die wichtigsten Bestimmungen dazu stehen im 3. Buch Mose im Kapitel 25; und auch im 5. Buch Mose (3. Mose 25,35-38):

35 Wenn dein Bruder neben dir verarmt und nicht mehr bestehen kann, so sollst du dich seiner annehmen wie eines Fremdlings oder Beisassen, dass er neben dir leben könne; 36 und du sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Aufschlag, sondern sollst dich vor deinem Gott fürchten, dass dein Bruder neben dir leben könne. 37 Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch Speise geben gegen Aufschlag. 38 Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein.

Nun konnte es aber doch geschehen, dass jemand seinen Acker verkaufen musste, um zu überleben. Aber das sollte nie für immer geschehen. Deshalb wurde alle 50 Jahre ein Erlassjahr ausgerufen, wo alles Land wieder an die Familie der ursprünglichen Besitzer zurückgegeben wird (3. Mose 25,9-10):

9 Da sollst du die Posaune blasen lassen durch euer ganzes Land am zehnten Tage des siebenten Monats, am Versöhnungstag. 10 Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen; es soll ein Erlassjahr für euch sein. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seiner Habe und zu seiner Sippe kommen.

Das Land ist kein Privateigentum, sondern es gehört Gott, der es den Menschen anvertraut. Und Gott will, dass jeder genug Land hat, um davon zu leben (3. Mose 25,23):

23 Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen für immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir.

Neben diesem großen Erlassjahr alle 50 Jahre gab es alle 7 Jahre eine Art kleines Erlassjahr oder Sabbatjahr. In diesem Jahr sollten alle Schulden erlassen werden (5. Mose 15,1-2):

1 Alle sieben Jahre sollst du ein Erlassjahr halten. 2 So aber soll’s zugehen mit dem Erlassjahr: Wenn einer seinem Nächsten etwas geborgt hat, der soll’s ihm erlassen und soll’s nicht eintreiben von seinem Nächsten oder von seinem Bruder; denn man hat ein Erlassjahr ausgerufen dem HERRN.

Manchmal kam es auch vor, dass jemand, um seine Schulden zu bezahlen, sich selbst als Sklaven verkaufen musste. Auch so ein Sklave sollte im 7. Jahr wieder freikommen (5. Mose 12,12-15):

12 Wenn sich dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn als frei entlassen. 13 Und wenn du ihn freigibst, sollst du ihn nicht mit leeren Händen von dir gehen lassen, 14 sondern du sollst ihm aufladen von deinen Schafen, von deiner Tenne, von deiner Kelter, sodass du gibst von dem, womit dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat, 15 und sollst daran denken, dass du auch Knecht warst in Ägyptenland und der HERR, dein Gott, dich erlöst hat.

Immer wieder erinnert Gott daran, dass er sein Volk aus der Sklaverei befreit hat und nicht will, dass sie von neuem Sklaven werden (3. Mose 25,39-43):

39 Wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich dir verkauft, so sollst du ihn nicht als Sklaven dienen lassen; 40 sondern wie ein Tagelöhner, wie ein Beisasse soll er bei dir sein und bis an das Erlassjahr bei dir dienen. 41 Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll zurückkehren zu seiner Sippe und wieder zu seiner Väter Habe kommen. 42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Ägyptenland geführt habe. Darum soll man sie nicht als Sklaven verkaufen. 43 Du sollst nicht mit Härte über sie herrschen, sondern dich fürchten vor deinem Gott.

Das Land gehört Gott; die Menschen gehören Gott; deshalb sorgt er für eine Ordnung, durch die alle frei bleiben. Sogar das Land darf nicht grenzenlos ausgebeutet werden (3. Mose 25,2-7):

Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern. 3 Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln, 4 aber im siebenten Jahr soll das Land dem HERRN einen feierlichen Sabbat halten; da sollst du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden. … 6 Was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht und deine Magd, dein Tagelöhner und dein Beisasse, die bei dir weilen, 7 dein Vieh und das Wild in deinem Lande; all sein Ertrag soll zur Nahrung dienen.

Allen, die gegen diese Anweisungen handeln und stattdessen immer mehr Grundbesitz zusammenraffen, kündigt Gott durch den Propheten Jesaja (5,8-9) das Gericht an:

8 Weh euch, die ihr Haus an Haus reiht und Feld an Feld fügt, bis kein Platz mehr da ist und ihr allein im Land ansässig seid. 9 Meine Ohren hören das Wort des Herrn der Heere: Wahrhaftig, alle eure Häuser sollen veröden. So groß und schön sie auch sind: Sie sollen unbewohnt sein.

Predigt:

Wir haben heute gesehen, wie in landwirtschaftlichen Gesellschaften Menschen ihr Land verlieren können: immer wenn sie durch besondere Umstände oder einen unglücklichen Schicksalsschlag in Not kommen. Durch Missernten oder durch Krankheit, durch besondere Unglücksfälle oder durch besondere Ausgaben wie Hochzeiten. Und wenn sich dann solche besonderen Problemlagen häufen, dann kann es sein, dass Menschen sich Geld leihen müssen. Sich Geld zu leihen ist immer ein Risiko, vor allem, wenn die Zinsen sehr hoch sind. Am Ende ist dann das Land weg, oder Menschen werden zu Sklaven, um die Schulden abzutragen.

So ist das bis heute in vielen Ländern; es gibt Großgrundbesitzer, und es gibt Tagelöhner, deren Familien irgendwann mal ihr Land verloren haben, und die sich jetzt von Tag zu Tag durchschlagen. In manchen Ländern gibt es bis heute auch Schuldknechtschaft, wo Familien manchmal über mehrere Generationen wie Sklaven für eine Schuld arbeiten müssen, die durch die Zinsen ins Unendliche wächst. Und dann müssen schon Kinder im Steinbruch mitarbeiten, in Indien z.B., um die Schulden ihrer Familie abzutragen, aber das hört nie auf.

Wir haben heute auch ganze Länder, die in so einer Schuldknechtschaft drinstecken. Viele arme Länder kommen da nicht mehr raus. Vielleicht haben früher mal Diktatoren die Schulden gemacht, aber selbst wenn die inzwischen nicht mehr da sind, muss das Land die Schulden tragen, und dann arbeiten die Menschen für die Zinsen, und das Geld, was eigentlich für Schulen und Krankenhäuser gebraucht würde, wird von den Zinsen aufgefressen.

Und wir haben dann gehört, wie es in der Bibel genaue Regelungen gibt, die dafür sorgen sollen, dass so eine Entwicklung nicht eintritt. Zuerst heißt es: helft euch gegenseitig! Seid solidarisch! Leiht denen, die in Not geraten sind, aber nehmt ihnen keine Zinsen ab! Und wenn es dann doch einmal dazu kommt, dass einer in die Schuldenfalle gerät, dann sollen ihm die Schulden nach sieben Jahren erlassen werden. Und wenn er sogar sich selbst oder seine Angehörigen als Sklaven verkaufen musste, dann sollen sie nach spätestens sieben Jahren wieder frei sein. Und wenn er sein Land verkaufen musste, dann soll das nach 50 Jahren wieder an seine Familie zurückgegeben werden.

Das ist eigentlich eine tolle Idee, dass es nach 50 Jahren so eine Art Neustart gibt, es heißt: zurück auf Los! Die Karten werden neu ausgeteilt, wir fangen wieder an mit der breiten Landverteilung wie damals, als Israel in das verheißene Land kam und jeder Familie ihr Stück Acker gegeben wurde, von dem sie leben sollte.

In diesen Landgesetzen spiegelt sich Gottes Wille wider, wie Menschen miteinander leben sollen: im Frieden, im Schalom. Und das heißt, dass jeder einen Platz zum Leben haben soll, einen Anteil an der Welt, den er in eigener Verantwortung ausfüllt. Niemand soll dem anderen diesen Platz streitig machen. Die Erde gehört Gott, und er vertraut sie uns Menschen an, damit wir sie bebauen und bewahren. Und das ist gleichzeitig für uns eine Gelegenheit, unsere Fähigkeiten zu entwickeln, unsere ganze Kreativität und unsere Kraft.

An dieser Gesetzgebung in Israel erkennt man, was Gott für alle Völker vorgesehen hat. Israel war geplant als ein Modell, an dem man Gottes Willen für alle Menschen ablesen kann. Deshalb hat Gott sein Volk aus Ägypten befreit (daran haben wir uns beim letzten Besonderen Gottesdienst erinnert). Aber das Ziel war nicht nur die Befreiung, sondern eine neue Gesellschaftsordnung der Solidarität und der Gleichheit. An Israel sollte sichtbar werden, welches Leben für alle Menschen richtig ist: ein Leben im Frieden, im Schalom, wo jeder seinen Platz hat und alle ungefähr den gleichen Lebenszuschnitt haben.

Das Interessante ist, dass man das heute sogar statistisch zeigen kann, dass die Lebensqualität um so schlechter wird, je ungleicher die Menschen sind. Je ungleicher der Reichtum verteilt ist, um so unglücklicher werden die Menschen, und zwar auch die ganz oben. In den Gesellschaften mit der größten Ungleichheit gibt es mehr Gewalt, mehr Verbrechen, mehr psychische Erkrankungen, viel mehr Menschen mit Übergewicht, mehr Schwangerschaften von Teenagern, eine sinkende Lebenserwartung, mehr Mobbing in der Schule, und so weiter. Wenn in einer Gesellschaft die Einkommensunterschiede wachsen, dann leiden alle. Weil dann alle gegeneinander konkurrieren, weil dann alle sich irgendwie feindlich gegenüberstehen, weil das Leben dann ein Kampf wird – das tut niemandem gut. Dieses Klima durchzieht die ganze Gesellschaft. Und dann neigen Menschen dazu, ihr Unglück zu kompensieren, mit Drogen oder mit Essen oder mit anderen Süchten oder mit irgendwelchem selbstzerstörerischen Verhalten.

Und man könnte jetzt denken: ja das trifft natürlich die Armen, die, die unten stehen; aber für die Reichen, die es geschafft haben, ist es anders: die können sich Privatkliniken leisten, Privatschulen für ihre Kinder, eine Villa mit Park und zur Not gepanzerte Autos. Wer erst einmal ein paar Millionen hat, der hat es doch geschafft, der hat genug, um bis ans Ende seiner Tage sorglos zu leben.

Aber das Problem ist, dass das nicht funktioniert. Denn ein Millionär entdeckt dann: da gibt es ja welche, die haben doppelt so viele Millionen wie ich, und einige haben sogar Milliarden, und dann hört das Gerangel darum, wer mehr hat, doch nicht auf. Wenn in einer Gesellschaft erst einmal der Kampf darum losgetreten ist, wer ganz oben ist und wer das meiste hat, dann kann sich davon kaum noch einer abkoppeln. Auch in den oberen Bereichen der Einkommenspyramide nicht, da erst recht nicht. Auch die Reichen werden unglücklicher, wenn die Ungleichheit zunimmt.

Es geht gar nicht darum, dass jeder am Monatsende exakt den gleichen Geldbetrag auf seinem Konto vorfinden müsste. Menschen haben durchaus Verständnis dafür, dass es unterschiedliche Einkommen gibt, solange das im Rahmen bleibt. Aber es ist einfach nicht gesund, wenn der oberste Chef einer Firma 100 mal so viel verdient wie die Putzfrau, die sein Büro sauber macht. Oder 300 mal so viel oder 500 mal oder 1000 mal so viel. Das ist inzwischen nicht mehr ungewöhnlich. Aber Menschen haben ein Gespür dafür, dass das nicht passt. Und wenn dieses Gespür verletzt wird und es sehr deutlich ist, dass es eine unfaire Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums gibt, da leiden Menschen drunter, und das demoralisiert Menschen. Die unten verlieren ihre Selbstachtung und die oben verlieren ihr Maß. Das macht alle unglücklich. Es gibt nur Verlierer.

In einer Gesellschaft, die beständig darum kämpft, wer ein Stück weiter hochkommt auf der Leiter nach oben, da herrscht kein Frieden, da herrscht kein Schalom, da findet mit nicht-militärischen Mitteln ein Kampf aller gegen alle statt.

Deshalb wollte Gott am Modell Israel zeigen, dass es eine bessere Art gibt, miteinander zu leben. Dummer Weise hat das in Israel nie wirklich gut geklappt. Das lag teilweise daran, dass sie sich nicht an diese Gesetze gehalten haben. Zum anderen lag es daran, dass Israel oft Teil eines größeren Reiches war und seine Angelegenheiten nicht selbst regeln konnte.

Und deshalb ist die Christenheit nicht mehr der Versuch, ein ganzes Land als Modell zu gestalten, sondern jetzt gibt es überall Mini-Modelle: Gemeinden, die als kleine Zonen der Solidarität dienen sollen. So dass Menschen auch in einer sehr ungleichen Gesellschaft erfahren können, wie es sich lebt ohne diesen Kampf aller gegen alle. Man muss sich das mal vorstellen, in der antiken Gesellschaft mit ihren riesigen Statusunterschieden zwischen dem Sklaven und dem römischen Senator, was für eine Erfahrung das war, wenn beim Abendmahl alle an einem Tisch sitzen, und sie essen alle das gleiche Essen. Und wie dann Menschen überhaupt wieder lernen zu geben und zu nehmen. Und sie merken, wie gut ihnen das tut.

Ich habe gestern mit einem gesprochen, der in so einer Gemeinschaft lebt, wo sie das jedenfalls ein bisschen versuchen. Dem ist eines Tages das Fahrrad gestohlen worden, und dann haben die anderen gesagt: wir wissen, wie sehr du auf dein Rad angewiesen bist, und wenn du im Moment nicht das Geld hast, um dir ein neues zu kaufen, dann übernehmen wir das jetzt. Und er sagt: ich habe da erst gemerkt, wie schwer mir das fällt, so etwas anzunehmen. Es ist nicht nur ein Problem, abzugeben, es ist auch ein Problem, den Stolz zu überwinden und etwas ohne Gegenleistung anzunehmen. O.k., es gibt auch Leute, die es nötig haben, diese Hemmung beim Nehmen erst zu entwickeln. Aber egal wie, die Gemeinden sollen solche Zonen sein, in denen man lernt, wie man die zerstörerischen Begleiterscheinungen der Ungleichheit überwindet und dann einfach besser lebt.

So können Gemeinden eine Herausforderung werden für eine Gesellschaft, die an den Kampf aller gegen alle glaubt. So können Gemeinden auch weltweit eintreten für einen Schuldenerlass gerade für die allerärmsten Länder, die sonst nie aus der Armut herauskommen. Auch die sollen neu anfangen können.

Als wir vor zwei Jahren die Finanzkrise hatten, da haben die Staaten ganz schnell gelernt, wie man Solidarität mit den ganz Reichen übt, die in Not geraten waren. Jetzt müssen wir nur noch lernen, wie wir auch mit den ganz Armen Solidarität üben können. Aber das scheint viel schwerer zu sein.

In den Gemeinden Jesu soll (neben vielem anderen) diese Solidarität eingeübt werden. Damit das als Modell für die ganze Gesellschaft dienen kann, und damit viele Menschen lernen: wir sind miteinander verbunden, wir haben einen gemeinsamen Auftrag von Gott, diese Erde zu bewahren, und wir können nur gemeinsam glücklicher oder unglücklicher werden. Frieden, Schalom, gibt es tatsächlich nur gemeinsam, nur miteinander.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir möchten hier nur Beiträge von echten Menschen haben, nicht von Robots. Zur Abwehr von Kommentar-Spam beantworte deshalb bitte die folgende Frage: