Die verborgene neue Schöpfung

Predigt bei der Konfirmation am 8. Mai 2011 über die Konfirmationssprüche der Konfirmanden

Verfasser: Walter Faerber

Mehr über den Konfirmationsjahrgang finden Sie auf der Seite der Gruppe.

Heute schauen wir zurück auf einen Weg von beinahe fünf Jahren, den wir in eurer Konfirmandenzeit miteinander gegangen sind. 2006 hat der begonnen, als ihr in der 4. Klasse wart, und ganz am Anfang haben wir ein Gruppenbild von euch und den mitarbeitenden Eltern gemacht, und das sah so aus:

Und wir Erwachsenen haben deutlich miterlebt, wie ihr euch in dieser Zeit verändert habt, größer geworden seid, mehr Kräfte und Möglichkeiten bekommen habt, und trotzdem auch wieder euch gleich geblieben seid, jeder auf seine Weise. Was sich damals auf diesem Bild so gerade andeutete, das hat sich inzwischen sehr viel weiter entwickelt. Das hier waren die Gruppen, in die ihr aufgeteilt wart:

Gruppe 1Gruppe 2

Damals haben wir über die Schöpfung gesprochen, und ihr habt in den Gruppen das Paradies nachgebaut. Das hat uns immer wieder beschäftigt, dass die Welt ein Netzwerk voller Leben ist, und dieses Leben ist etwas ganz Kostbares. Und wir selbst gehören da mit hinein.Paradiesgarten

Und ihr habt ganz viel Fantasie aufgewandt, um in den Gärten viele schöne Einzelheiten unterzubringen. Ihr habt sozusagen etwas nachempfunden von der Freude Gottes, als er etwas schön gemacht hatte. So hat solch ein Paradiesgarten aus der Nähe ausgesehen (rechts):
Adam und Eva 1

Erst aus der Nähe sieht man (links) die ganze Kunstfertigkeit, mit der ihr Adam und Eva gebaut habt. Die andere Gruppe hat sich Adam und Eva so vorgestellt (unten):
Adam und Eva 2
Da hat Adam für seine Eva sogar eine Blume gepflückt: In Knetmasse gestaltete Zärtlichkeit, die sicher auch zum Paradies dazugehört hat.

Oder hier:

Hase

ein Hase, den ihr mitten in den Paradiesgarten hinein gesetzt habt. Die Geschichte von der Schöpfung will etwas erzählen von der Freude, die von Anfang an unsere Welt durchzieht, die Freude Gottes an seinen Geschöpfen.

Und als wir dann zur ersten Konfirmandenfreizeit nach Tettenborn gefahren sind, da sind wir bei gutem Wetter viel draußen gewesen und haben auch einige Abenteuer in den Kanalrohren erlebt.

Und gleich daneben war die Stelle, wo früher die DDR-Grenze war und das hat uns gezeigt, wie da mitten in Deutschland, nicht weit von uns, über viele Jahre eine brutale Grenze gewesen ist. Wo wir gespielt haben, herrschte ein paar Jahre vorher tödlicher Ernst. Es gibt nicht nur die gute Schöpfung Gottes, sondern da hinein verwoben ist auch Gewalt und Zerstörung. Da gibt es eine enorm harte Auseinandersetzung, und es ist wichtig, dass jeder von uns darüber weiß, damit wir nicht gegen unsere Willen ein Werkzeug der Zerstörung werden. Und jetzt machen wir einen Sprung, vier Jahre weiter, zum Abschluss des Unterrichts:

Da haben wir das Bild vom Anfang noch einmal nachgestellt. Leider sind dann doch nicht alle drauf, aber man merkt, was sich in diesen vier Jahren alles verändert hat. Vielleicht kann man sagen: euer Leben und eure ganze Person haben sich ausgedehnt, sie sind größer geworden, ihr wisst mehr über die Welt, und gleichzeitig kann man dann nicht mehr ganz so unbefangen an die Dinge herangehen, man muss mehr überlegen, man muss mehr Gesichtspunkte berücksichtigen. Eine Ahnung davon kann man jetzt vielleicht schon auf diesem Bild finden.

Und es ist ja so: wenn man dann vier Jahre zurückschaut, dann hat man oft das Gefühl: was war ich damals doch klein! Und noch einmal vier Jahre später werdet ihr genauso wieder auf 2011 zurückschauen und auch wieder denken: was haben wir damals alles noch nicht gewusst! Was haben wir seit damals alles erlebt, was für einen weiten Weg sind wir inzwischen gegangen! Aber jeder Weg beginnt mit den ersten Schritten, und, ja, jedes Alter hat seinen Wert, und all unsere Erlebnisse begleiten uns und sprechen auch in Zukunft mit. Sie gehören zu uns und sind Teil von uns.

Und der wichtige, übergreifende Gesichtspunkt, der von Anfang an und immer gilt, das finden wir im Konfirmationsspruch, den sich Marcel Schrader gewählt hat.

Lukas 21,33: Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht.

Unsere Welt ist eingebettet in die größere Welt Gottes. Der Himmel und die Erde, die wir kennen, die haben ein Ende, eine Grenze, und sie werden eines Tages abgelöst von der neuen Welt Gottes, wenn es kein Leid und keine Tränen mehr gibt, wenn wir das volle Leben leben werden, für das wir immer bestimmt waren. Aber das wird kein totaler Bruch sein, sondern jetzt gibt es schon die Worte Jesu, in denen die neue Welt begonnen hat. Mitten unter uns hat etwas Neues begonnen. Jesus hat ein neues Leben gelebt, er ist auferstanden und nun sind seine Worte nicht mehr den Grenzen dieser Welt unterworfen. Sie gehen durch unsere Welt und lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Und eines Tages fällt dann die Grenze durch Deutschland, oder Diktatoren und Despoten stürzen, und keiner hat es kommen sehen. Oft merken Menschen gar nicht, dass es die Worte Jesu sind, durch die sie angestoßen und bewegt worden sind. Aber wir sollen den Namen kennen. Wir sollen wissen, dass er es ist, der jetzt schon die Welt nicht zur Ruhe kommen lässt. Die Worte Jesu nehmen Gestalt an in Menschen, die von ihm bewegt sind, in denen er lebt.

Und deshalb entscheidet sich so viel in unserem Herzen. Ob wir uns von der neuen Welt bewegen lassen, die in den Worten Jesu schon beginnt. Darum sind wir in der Konfirmandenzeit immer wieder mal auf den Satz gestoßen, der jetzt auch der Konfirmationsspruch von Laurent Helbig ist:

Sprüche 4,23: Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.

Wer wir wirklich sind, das entscheidet sich in unserem Herzen. Irgendwann später wird es auch nach draußen sichtbar, aber das ist ja immer auch von unserer Umwelt abhängig. Aber wie wir gestrickt sind, ob wir gerade und klare Menschen sind, ob die Fülle des Lebens zu uns kommt, oder ob sie nur spärlich und karg zu uns durchdringt, das entscheidet sich in unserem Herzen. Das ist unser Zentrum, und wir sollen gut darauf aufpassen, wir sollen es behüten. Ein hartes oder kompliziertes Herz lässt nicht so viel Nachschub an Lebenskraft durch. Aber mit einem Herzen, das offen ist für das große Leben Gottes, da verlieren wir nicht den Mut, wenn die Welt es uns schwer macht. Nicht immer bekommen wir von außen genügend Stärkung und Hilfe. Wenn der Wind sich gegen uns dreht, dann kommt es darauf an, dass wir in uns eine Kraftquelle haben, die uns unabhängig macht.

Und deshalb heißt es im Konfirmationsspruch von Felix Keil:

Psalm 145,18: Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen.

Gott ist von überall her gleich weit entfernt. Zwischen seiner großen Welt und unserer Welt ist nur eine ganz dünne Wand, und immer wieder durchbricht Gott diese Abgrenzung und bewegt die Welt. Aber das ist keine Automatik, das ist nichts, was unabhängig von uns abläuft, sondern das hängt daran, dass Menschen ihn darum bitten, dass wir von ganzem Herzen nach ihm rufen. Dietrich Bonhoeffer, der das bekannte Lied mit den guten Mächten geschrieben hat, »Von guten Mächten wunderbar geborgen«, der hat diese guten Mächte Gottes auch im Gestapo-Gefängnis immer wieder erlebt. Und er wusste, dass das die Antworten Gottes auf die Gebete und verantwortlichen Taten von Menschen sind. Gott mit Ernst anrufen, das bedeutet: mit ganzem Herzen, und im Wissen, dass das Leben der Ernstfall ist. Wir haben kein Leben in Reserve, wenn es beim ersten Mal nicht richtig geklappt hat, wir üben nicht erst, sondern wir leben das eine kostbare Leben, das uns anvertraut ist. Und wir brauchen allen Beistand vom Schöpfer des Lebens, damit wir das gut hinkriegen.

Und um diese Klarheit und Eindeutigkeit geht es auch im Konfirmationsspruch von Lennart van Beesel:

1. Johannes 3,18: Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.

Da geht es um den Unterschied zwischen der Fassade, die man bauen kann, um nach außen gut dazustehen, und der Echtheit, die schließlich auch zu Resultaten kommt. Und wieder ist es das Herz, das entscheidet, auch wenn das Wort hier nicht steht. Aber die Wahrheit, die uns im Herzen prägt, und die Tat, die etwas erreicht, das gehört zusammen. Wir sollen keine Blender sein, die irgendwann enttarnt werden, und dann massiv abstürzen. Man kann mit schönen Worten eine Scheinwelt bauen, aber am Ende kommt es doch darauf an, wieviel Substanz wir haben und ob wir liefern, oder ob es nur heiße Luft war. Nicht die Interviews vor dem Spiel zählen, sondern die Tore. Das darf man nicht vergessen, weil man sich sonst von den Selbstdarstellern ins Bockshorn jagen lässt. Und Johannes schreibt in seinem Brief: seht zu, dass ihr keine Selbstdarsteller seid, sondern bleibt ernsthafte, echte Menschen, die Spuren der Liebe in der Welt hinterlassen.

Um diese Liebe geht es auch im Spruch, den sich Paula Weigand ausgesucht hat:

1. Korinther 13,13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.

Gott hat die Welt auf Liebe gebaut, sie ist die Grundkraft der Welt. Wir können die Liebe verzerren oder entstellen, aber wir können nichts daran ändern, dass die Sehnsucht nach Liebe alle Menschen und alle Lebewesen bewegt. In allem, was wir tun, suchen wir letztlich nach dieser Liebe, die uns ins Leben gerufen hat. Wir wünschen sie uns so sehr, dass wir sie manchmal mit aller Gewalt an uns reißen wollen und sie so kaputt machen. Manchmal bauen wir Fassaden, weil wir nicht glauben, dass man uns so, wie wir sind, lieben würde. Manchmal schämen wir uns, dass wir so bedürftig sind, wir sind so sehr angewiesen auf die freiwillige Liebe einer anderen Person, wir können das nicht selbst ersetzen. Keiner kriegt es hin, so unabhängig zu werden, dass er die Liebe einer anderen Person nicht braucht. Wir bleiben angewiesen auf den Glauben und die Hoffnung, dass Gottes Welt für uns diese Liebe bereithält. Wir werden nicht leer ausgehen – nur unser Misstrauen und unser Haben-Wollen kann uns im Weg stehen.

Um diese Liebe in die Welt zu bringen, hat Gott sich mit Menschen verbündet. Und davon spricht der Vers, den Marcel Jünemann zur Konfirmation gefunden hat:

1. Mose 12,2: Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.

Das hat Gott zum ersten Mal zu Abraham gesagt, als er mit ihm einen Bund schloss, um den Segen von neuem in die Welt zu bringen. Segen ist ein Strom, der fließen soll. Wenn Gott uns mit Segen beschenkt, dann soll der durch uns weiter fließen. Erinnert ihr euch an die Geschichte von Henri Nouwen, die wir beim letzten Konfirmandenvormittag gelesen haben, von der Gemeinschaft, in der Behinderte und nicht Behinderte zusammen lebten, und wie die ganze Gemeinschaft in Bewegung kam, als da auf einmal ein Durchbruch geschah und bei Johnny der Segen so deutlich ankam und er sich freute und dann alle anderen ebenso gesegnet werden wollten? So ist das gemeint mit dem Segen, dass er erst uns erreichen soll und dann auch andere. Der soll weitergehen, und wir sollen es wissen und wollen. Wir sollen Menschen des Segens sein. Und auf diese Menschen des Segens achtet Gott auf besondere Weise, wie es der Spruch von Gina Pohlmann sagt:

Psalm 91,11-12: Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.

Gott ruft uns auf einen neuen Weg, der diese Welt heilen soll. Es ist der Weg, den Jesus uns vorangegangen ist. Ein Weg der Barmherzigkeit und der Anteilnahme an den Mühen und Schmerzen der anderen, ein Weg der Freiheit von den zerstörerischen Mächten, und ein Weg, auf dem wir lernen, auf das Unsichtbare zu hoffen: auf das, was noch nicht da ist, die Verheißung, die Hoffnung. Die Hoffnung auf eine Welt, in der niemand mehr auf Kosten anderer leben will. Wir sollen schon jetzt ein Teil dieser Welt sein. Und weil das gefährlich aussehen kann und manchmal auch tatsächlich gefährlich ist, deshalb sendet uns Gott seine Engel, die Mächte der unsichtbaren Welt. Sie sollen uns immer wieder daran erinnern, dass Liebe die Grundkraft ist, die auch jetzt noch diese ganze Welt lebendig hält. Und es ist absolut richtig, sich dieser Kraft anzuvertrauen, weil diese Welt der Liebe unsere wahre Heimat ist, nach der wir uns alle sehnen. Es ist an der Zeit, sich auf diesen Weg zu machen, und Gottes Engel werden jeden Schritt auf diesem Weg behüten.

Und dazu bekommen wir die Ermutigung, die im Spruch von Jonas Koch zusammengefasst ist:

Josua 1,9: Ich sage dir noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!

Durch die ganze Bibel zieht sich immer wieder diese Aufforderung: sei tapfer, fürchte dich nicht, vertrau dem Weg, auf den ich dich gesandt habe, lass dich nicht einschüchtern, vergiss nie, dass ich hinter dir stehe, ich, dein Gott, der dir den Weg der Freiheit geschenkt hat. Wer gelernt hat, diese Stimme zu hören: „Ich, dein Gott, bin bei dir“, der sieht erst das ganze Bild. Wer auf Gottes Stimme hört, muss sich nicht so viel Sorgen darum machen, was Menschen über ihn sagen. Das gibt Unabhängigkeit. Und dann werden Schwierigkeiten und Gefahren kleiner, und wir bekommen Sicherheit, ein ruhiges Selbstbewusstsein, dass wir diesen Weg bestehen werden und als freie Menschen ankommen. Das Leben ist der Ernstfall, aber mit Gott im Rücken ist das keine schlechte Sache. Sondern da haben wir Anschluss an die Quelle der Freude, über die der Spruch von Marco Schilke ganz konzentriert redet:

Nehemia 8,10: Die Freude am Herrn ist eure Stärke.

Wer sich freut, der ist viel weniger angreifbar. Der wird nicht so schnell müde und er wird sogar seltener krank. Und Gott ist die Quelle aller Freude – er ist in sich voller Freude und Glanz, und wenn wir mit ihm in Berührung kommen, dann überträgt sich das auch auf uns. Er hat aus Freude die Welt geschaffen, und bis heute ist die Schöpfung eine Quelle von Freude und Inspiration. Und dass er an der Schöpfung festhält und sich nicht von ihr abwendet, auch nachdem Menschen sich von ihm abgewandt haben, auch das schenkt uns Freude an der Freiheit, Freude an all den Zeichen seiner Nähe und Güte. Die Welt ist nicht dafür gemacht, dass man morgens mit Seufzen aufsteht und abends am liebsten irgendwie abschalten würde. Sie ist ein Ort, der für die Freude gemacht ist. Weniger sollten wir nicht erwarten. Und wir sollten uns nicht mit billigem Ersatz begnügen. Deshalb erinnern wir uns noch einmal daran, dass all das Bittere, das in die Welt hineingemischt ist, nicht das letzte Wort hat. Lukas 21,33 ist auch der Konfirmationsspruch von Sarah Otte:

Lukas 21,33: Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht.

Die Worte von Jesus sind der Bauplan für Gottes neue Welt; durch Jesus schleust Gott die DNA seines Reiches in die Welt ein, die Erbsubstanz, die sich ausbreitet und alles verwandelt. Wir lernen dann, aus der ursprünglichen Güte der Welt zu leben und nicht aus den zerstörerischen Mustern, die hier alles verwüsten und beschmutzen. Wir lernen, nicht mehr an die Macht der sogenannten Fakten zu glauben, sondern aus Glaube, Liebe und Hoffnung heraus zu handeln. Die Worte Jesu sollen ja in Menschen lebendig werden, sie sollen in unserem Leben Gestalt annehmen, sie sollen mit uns durch die Welt gehen. Und dann leben wir jetzt schon in der neuen Welt, sie hat in uns und unter uns angefangen, und wenn sie dann ganz da ist, dann sind wir schon mit ihr vertraut, weil wir Jesus schon hier immer gekannt haben und mit ihm gelebt haben.

Und so steht über allem das Wort aus Psalm 121,8, das der Konfirmationsspruch von Carsten Marx ist:

Psalm 121, 8: Der Herr behüte deinen Eingang und deinen Ausgang von nun an bis in Ewigkeit.

Eingang und Ausgang, von heute bis in Ewigkeit, das bedeutet: alles. Anfang und Ende. Das bedeutet eine große Kontinuität, eine Beständigkeit, und die kommt davon, dass Gott den ganzen Weg mitgeht. Von unserem Lebensanfang bis ans Lebensende. Und dann weiter. Von der alten Welt zur neuen. Eigentlich üben wir im Moment noch für die Welt, die Gott gewollt hat, und die es schließlich auch geben wird. Es ist so wichtig, das zu üben, damit wir die neue Welt auch erkennen, wenn sie kommt, und nicht erschrecken, weil alles so neu und anders ist. Wir werden dann sowieso genug mit Staunen und Wundern zu tun haben. »Was, so sollte unsere Welt schon immer sein? So hatte Gott das im Sinn? Wenn ich das nur geahnt hätte!« werden wir dann sagen. Und dann werden wir erst verstehen, was Leben wirklich ist: ganzes, volles Leben, nicht mehr beschädigt und eingeschränkt, nicht mehr von Misstrauen, Ablehnung und Ausnutzen gezeichnet, sondern Leben aus der Fülle Gottes.

Und auf dem Weg dahin sollst du, möget ihr bewahrt bleiben. Es wird so vieles geben, von dem heute noch keiner von uns etwas weiß. Große Brüche und Umwälzungen, viele gute Überraschungen, aber auch erschreckende Ereignisse, von denen die Welt ja weiß Gott voll ist. Und in dem allen möge Gott euch behüten und euch dabei bewahren, dass ihr seinen Namen kennt und wisst, wer das alles immer noch in seiner Hand hat und an wen ihr euch wenden könnt.

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