Eine neue Art zu leben

Predigt am 19. April 2015 (Konfirmation I) zu den Konfirmationssprüchen

Verfasser: Walter Faerber

Weiteres zu diesem Konfirmandenjahrgang finden Sie auf seiner Seite.

Heute kommt alles zusammen, was wir in eurer Konfirmandenzeit seit 2011 miteinander erlebt haben. Sehr schnell sind diese fast fünf Jahre vergangen seit ihr damals in der 4. Klasse zu eurem ersten Konfirmandenjahr kamt. Heute schauen wir noch einmal kurz zurück in diese Zeit.

Gruppenbild Mai 2011Das seid ihr damals, gemeinsam mit den Eltern, die von Anfang an die Konfirmandenzeit mitgestaltet haben. Nicht alle, die dazugehören, sind auf diesem Bild, aber eine ganze Menge.

Gruppe in WalkenriedUnd hier seid ihr in der Ruine des alten Klosters Walkenried.

Adventsspiel 2010Im ersten Jahr haben wir aber auch schon ein Advents­spiel gezeigt. Das reichte vom Paradies bis zur Ankündigung der Geburt Jesu – ein langer Weg, den Gott gegangen ist, um die Welt wieder zurückzuholen.

Adventsspiel 2010: Kain und AbelDenn in die gute Schöpfung haben sich Neid und Gewalt eingeschlichen. Hier reden Kain und Abel noch friedlich miteinander, aber einen Augenblick später wird Abel erschlagen auf der Erde liegen und die Gewaltgeschichte der Menschheit beginnt.
In diesem Jahr haben wir dann wieder Theater gespielt, zu Weihnachten, und da ging es auch um die Welt voller Gewalt, in die Jesus hineingekommen ist.

2015-04-19Konf-GD05In diesem Jahr haben wir dann wieder Theater gespielt, zu Weihnachten, und da ging es auch um die Welt voller Gewalt, in die Jesus hineingekommen ist. Wir haben keins von den Krippenspielen vorgeführt, die man sonst eigentlich von Weihnachten erwartet, sondern wir haben uns ein Stück zum Weihnachtsfrieden von 1914 ausgedacht, der genau 100 Jahre zurück liegt. Im ersten Jahr des ersten Weltkrieges, in dem viele Millionen Menschen ihr Leben verloren haben und der Europa innerlich und äußerlich verwüstet hat, haben Soldaten an der Westfront mit den Feinden aus dem gegenüberliegenden Schützengraben ihren ganz persönlichen Frieden geschlossen und zusammen Weihnachten gefeiert.

Weihnachtsfriede 1914Und sie haben verstanden, dass das in Wirklichkeit gar keine Feinde waren, sondern der eigentliche Feind war der Krieg und die Gewalt. Da hat Weihnachten ganz deutlich seinen Sinn entfaltet. Auf einmal war es zu etwas gut, dass sie in allen Ländern Jahr für Jahr die Geburt Jesu gefeiert hatten. Mitten in der brutalen Gewalt des Krieges zeigte sich eine andere Möglichkeit, miteinander zu leben: Ohne sich voreinander zu fürchten, ohne sich zu hassen oder zu dämonisieren. Kleine Weihnachtsgeschenke auszutauschen, die doch unendlich viel mehr bedeuteten als einen materiellen Wert: nämlich Zeichen der Verbundenheit trotz aller Versuche, die Soldaten gegeneinander aufzuhetzen. Zeichen der Freundlichkeit in einer Welt, in der sonst niemand seines Lebens sicher sein konnte.

2015-04-19Konf-GD07Und dieser Friedensschluss passte so gut zu Weihnachten, weil diese Alternative des Friedens jeweils so klein anfängt: als Frieden zwischen den Fronten, der leider höchstens ein paar Tage gedauert hat, und eben damals in Bethlehem als kleines schutzloses Baby.

Aber Jesus hat immer angekündigt, dass die Herrschaft Gottes in der Welt klein und unauffällig beginnt. Nicht mit einem großen Paukenschlag, sondern bei ein paar Menschen, von denen das keiner erwartet. Die starken Typen, die ihre Ellbogen gebrauchen und sich einen großen Auftritt inszenieren, haben schon genug Unheil angerichtet, davon brauchen wir nicht noch mehr. Das Wichtigste ist, dass eine Alternative da ist, so dass niemand mehr glauben muss, es gäbe keine anderen Möglichkeiten als das, was alle machen.

Dieser andere Weg zu leben, der Frieden bedeutet und nicht Feindschaft oder Hass, der ist damals in Bethlehem geboren worden und hat sich seither über die ganze Welt verbreitet. Und so hatten sie auf beiden Seiten der Front schon immer Weihnachten gefeiert und konnten an diese Friedensbotschaft anknüpfen, als in den schlammigen Schützengräben der Heilige Abend anbrach. Sie haben noch ein Jahr vorher nicht geahnt, dass ihnen das einmal mitten im Dunkel eines grausamen Krieges ein helles Licht werden würde. Aber genau um diese Art von Welt zu retten, ist Jesu gekommen.

Und nun kommen wir zu euch und euren Konfirmationssprüchen. Sie bringen euch in Verbindung mit dieser anderen Möglichkeit zu leben, die Gott seit dem missglückten Start der Menschheit im Paradies vorbereitet und dann durch Jesus in die Welt gebracht hat. Zu wissen, dass Gott unbeirrt diese Alternative wachsen lässt, das ist ein helles Licht für uns alle, die wir in einer Welt voll Zerstörung und Gewalt leben, auch wenn wir das in unserem Land heute zum Glück nicht so deutlich erleben müssen wie Menschen in anderen Gegenden der Erde. Und von diesem Licht spricht der Konfirmationsspruch, den Jannik heute bekommt (Psalm 36,10):

Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

JannikDass wir das Friedenslicht sehen, das von Gott her in die Welt kommt, ist nicht selbstverständlich. So wie der Weihnachtsfriede ein Wunder war, das niemand vorhergesehen hätte. Menschen können völlig blind dafür sein durch Hass, Arroganz oder Angst. Aber Gott will uns die Augen öffnen, dass Leben auch anders möglich ist, und immer wieder gelingt das auch. Gerade dann, wenn die Welt ganz anders aussieht, dunkel und gefährlich, leuchtet erstaunlicherweise immer wieder für Menschen dieses Licht auf, und sie entdecken die wahre Quelle des Lebens.

Gott ist der Ursprung allen Lebens, er hat uns am Anfang den Lebensatem eingehaucht, der uns zu lebendigen Wesen macht. Sein Segen strömt Tag für Tag in die Welt und lässt die ganze Schöpfung leben. Und genauso arbeitet er daran, dass wir das auch wahrnehmen und verstehen, dass unsere Lebenskraft uns von Gott geschenkt wird. Wenn wir sie anderen rauben, dann schneiden wir uns nur selbst von der Quelle des Lebens ab. Segen und Lebenskraft sind dazu da, geteilt zu werden.

Wenn wir das wissen, dann sehen wir andere Menschen nicht als Gegner oder Rivalen, sondern nur gemeinsam mit ihnen können wir das große Geschenk das Lebens vollständig entgegen nehmen.

Das gibt uns eine grundlegende Richtung vor, und so sagt es auch der Spruch für Max (Psalm 43,3):

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten.

MaxEs geht bei der Leitung durch Gott gar nicht so sehr um Vorschriften und Richtlinien, sondern das Wichtigste ist, dass wir wissen: es gibt ein anderes Leben, ein größeres und helleres Leben, als wir es meistens leben und kennen. Den größten Teil unseres Lebens haben wir immer nur das tägliche Einerlei auf dem Schirm: Hausaufgaben und die nächste Klassenarbeit, bei den Erwachsenen die Arbeit und die Rechnungen, die bezahlt werden wollen, dann ein bisschen Entspannung beim Fernsehen oder beim Sport oder wo wir das sonst finden. Und wir haben vergessen, dass wir zu viel größeren Dingen berufen sind: Gott will uns an seinem Leben voll Reichtum und Glanz Anteil geben. Mitten in diesem Leben schon, mitten in dem ganzen Klein-Klein, hat jeder von uns einen Zugang zum großen Leben Gottes, und wenn wir das wissen, dann leitet es uns, dass wir uns nicht mit Kleinerem zufrieden geben. Wir sind dann viel weniger anfällig für Gemeinheiten und Bosheit, wenn wir wissen, dass es viel Besseres gibt.

Wir schöpfen dann aus der großen Quelle, die allem das Leben gibt. Und die beschreibt der Konfirmationsspruch von Nico (1. Johannes 4,16):

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.«

NicoDas gehört zu den großen, grundlegenden Wahrheiten, die uns durch Jesus klar geworden sind: Dass Gottes zentrale Eigenschaft Liebe ist. Das haben die Menschen vorher nicht wirklich gewusst. Die alten Götter waren eher ein Spiegel der menschlichen Gefühle: ein Gott für den Krieg, einer für die Liebe, einer für die Kaufleute usw. Aber spätestens seit Jesus wissen wir, dass unsere Welt nicht so zwischen unterschiedlichen Mächten aufgeteilt und zerrissen ist, sondern es gibt einen Ursprung, ein Prinzip, das hinter allem steht: Liebe. Aus Liebe hat Gott diese Welt ins Leben gerufen, ohne Liebe kann kein Mensch und kein Geschöpf leben, und die Welt wird erst vollendet sein, wenn sie diese Liebe ganz widerspiegelt. Die Liebe zum Leben wohnt im Herzen Gottes, und damit hat alles angefangen. Und bis heute suchen wir nach dieser Liebe, auch wenn wir selbst gar nicht wissen, wonach wir eigentlich suchen. Wir haben sie ganz am Anfang erlebt, als Gott uns ins Leben gerufen hat, und seit damals suchen nach diesem guten Anfang. Die Sehnsucht nach Liebe steckt hinter allem, was Menschen tun, und die größten Taten und die gemeinsten Verbrechen wurzeln alle im Hunger nach Liebe. Und die Welt ist erst am Ziel, wenn diese Liebe alles erfüllt und bewegt.

Von diesem Ziel der ganzen Welt redet das Bibelwort, das Keith sich ausgesucht hat (Lukas 21,33):

Jesus Christus spricht: »Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht.«

KeithBei diesem Satz muss man verstehen, dass hier nicht von einer Art Weltuntergang die Rede ist. Es geht nicht darum, dass Raum, Zeit und Materie verschwinden. Sondern es geht darum, dass die Welt noch einmal so umfassend erneuert wird, dass es ein ganz neuer Himmel und eine ganz neue Erde sein wird. Es wird eine Welt sein, die nicht mehr von Leid, Schmerz und Tod durchzogen ist. Es wird eine Welt sein, in der die Geschöpfe nicht mehr gegeneinander stehen, wo Menschen nicht mehr ihr Selbstbewusstsein daraus ziehen, dass sie besser oder stärker oder mächtiger sind als andere Menschen oder Tiere. Und weil wir in so einer Welt überhaupt noch nie gelebt haben, deshalb wird sie für uns völlig neu sein.

Aber es gibt jetzt schon unter uns etwas aus dieser kommenden Welt, und das sind die Worte Jesu. In seinen Worten klopft die neue Welt Gottes schon an die Tür unserer alten Welt. Wenn Jesus z.B. in der Bergpredigt davon spricht, dass wir auf Gottes Segen vertrauen sollen, den er in die Welt hineingibt, und dass wir diesen Segen nicht mit Gewalt festhalten sollen, sondern weitergeben, dass wir teilen und schenken sollen, und dass sogar die Feinde nicht ausgeschlossen sein sollen, dann atmet das alles schon den Geist der neuen Schöpfung. In den Worten Jesu kündigt sich diese neue Welt schon an, und deswegen müssen sie nicht mehr vergehen, weil sie Worte aus der kommenden neuen Schöpfung sind. Und wenn wir mit diesen Worten Jesu leben, dann kommt die neue Welt schon in unsere Gegenwart hinein und verbindet sich mit unserem Lebensweg. Und dann repräsentieren wir schon diese Alternative, und über unserem Leben liegt ein besonderer Glanz der Freude. Das hat der Konfirmationsspruch von Kathleen im Sinn (Nehemia 8,10):

Die Freude am Herrn ist eure Stärke.

KathleenMan kann Dinge tun, weil man weiß, dass sie richtig sind, weil man weiß, dass man es sollte, und das ist gut. Aber Freude ist besser. Das hat Nehemia erlebt. Er begann viele Jahre nach der Zerstörung Jerusalems damit, die Stadtmauer wieder aufzubauen. Und es waren kümmerliche Verhältnisse, keine großen Zeiten, aber Nehemia hielt durch. Und er schaffte es auch, seine Leute immer wieder zu motivieren. Und als sie einmal wieder sehr entmutigt waren, da sagte er ihnen: macht ein Freudenfest! Esst leckere Speisen und trinkt gute Sachen, und freut euch, dass ihr Gott habt.

Wo sich Gottes Frieden ausbreitet, da wird gefeiert, und sei es im Schützengraben mit weitgereistem Kuchen und Sekt in Kriegsqualität. Gott will nicht, dass wir trübsinnig über uns nachgrübeln und in eine Abwärtsspirale reinkommen, die uns immer mehr nach unten zieht. Sondern er gibt uns auch auf schweren Wegstrecken immer wieder überraschende Aussichten und liebliche Rastplätze, und dann sollen wir diese Einladungen auch annehmen. Denn das stärkste Herz ist ein Herz voller Freude, voller Zuversicht, voller Hoffnung und Perspektiven. Und wenn wir ein Teil des Weges Gottes durch unsere Welt werden, dann gehen wir auf einem Weg voller Hoffnung und das macht auch in dunklen Zeiten unser Herz fröhlich und zuversichtlich.

Und so haben Menschen zu allen Zeiten entschlossen das gesagt, was im Spruch von Melvin ausgedrückt ist (Psalm 72,23):

Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.

MelvinDiese Welt hat Hoffnung, weil es mehr gibt als das, was man sehen und anfassen, messen und zählen kann. Im Hintergrund dieser Welt stehen nicht gefühllose Gesetze, die ungerührt die Räder des Universums drehen. Sondern in allem ist unser Gegenüber der Schöpfer des Lebens, der uns kennt und festhält, und dem seine Geschöpfe nicht egal sind.

Wir selbst sind doch auch Wesen, die erleben, fühlen und lieben – wie sollte der, der uns geschaffen hat, weniger sein und weniger an dem hängen, was er erschaffen hat?

Hinter der ganzen Welt verbirgt sich ein lebendiges Gegenüber, ein Du, das wir ansprechen können, an das wir uns wenden können, und dessen Hilfe und Begleitung wir zuversichtlich erbitten. Wir wissen im Grunde alle, wie unsicher die Welt ist, und wie wenig wir auf die Stabilität unserer Lebensverhältnisse vertrauen können. Den Vater im Himmel zu kennen, der uns hält und an den wir uns in aller Dunkelheit wenden können, das ist eine Gewissheit, die tragfähiger ist als die vage Hoffnung, dass wir hoffentlich irgendwie durchkommen.
Der Grund dieser Gewissheit ist im Bibelwort beschrieben, das Lino begleiten soll (Johannes 16,33):

Jesus Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

LinoWir leben in einer Welt, in der es viele Gründe gibt, Angst zu haben. Das ist nicht aus der Luft gegriffen. Und bloß zu hoffen, dass es schon nicht so schlimm kommen wird, ist ein ziemlich schwacher Trost. Jesus sagt etwas anderes: mitten in dieser gefährlichen Welt habe ich trotzdem ein Leben gefunden, das auch in Gefahr und Bedrängnis Bestand hat. Sogar als Jesus grausam sterben musste, hat er an diesem Leben festgehalten und er hat es durchgehalten bis zuletzt. Er hat die Welt überwunden, das bedeutet: er hat sich durch allen Druck nicht von seinem Weg des Lebens abbringen lassen. Und darauf hat Gott geantwortet und hat ihn vom Tod auferstehen lassen. Am Ende hat sich gezeigt, dass Jesus den richtigen Weg gegangen ist. Man überwindet die Welt, indem man anders lebt, indem man sich nicht den zerstörerischen Mächten unterwirft, indem man an der Liebe und der Barmherzigkeit festhält. Das war der Weg von Jesus. Und so hat er auch für uns einen Weg geöffnet. Einen Weg, auf dem auch wir immer wieder die Angst überwinden werden.

Und diese Gewissheit müssen wir nicht allein haben in der Verborgenheit unseres Herzen, sondern das ist eine Wahrheit, die wir gemeinsam leben sollen. Das steht im Spruch von Merlin (Matthäus 18,20):

Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

MerlinAlle wichtigen Überzeugungen haben wir nicht allein und isoliert. Erst, wenn wir sie mit anderen teilen, werden sie stark und prägend. Und so hat Jesus seine Jünger zusammengeholt und hat mit ihnen gemeinsam gelebt und gelernt, und dann waren sie bereit dafür, allen von dem neuen Evangelium zu erzählen, das sie von ihm gehört hatten. Aber auch dann sind sie mindestens zu zweit losgegangen.

Denn Jesu hat ihnen gesagt: wenn ihr in meinem Namen beieinander seid, dann schafft ihr einen Raum, den ich ausfüllen werde. Er ist auferstanden, er ist auf der unsichtbaren Seite der Welt, im Himmel, damit er nicht an einen bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit gebunden ist, aber er wartet darauf, dass Menschen ihm einen Raum anbieten, damit er ihn ausfüllt. Mit unseren Worten, mit unserer körperlichen Anwesenheit, mit Herzen, die gemeinsam auf Jesus und seine Hoffnung ausgerichtet sind, bilden wir so einen Raum, und dann ist Jesus nicht mehr eine Gestalt aus einer fernen Vergangenheit, sondern dann ist er lebendig dabei, gibt uns Zuversicht und Freude und lässt uns die Welt mit neuen Augen sehen. So wie er an jenem Weihnachtsfest vor 100 Jahren die Augen der Frontsoldaten geöffnet hat für die Möglichkeit des Friedens, und dann ist das Wirklichkeit geworden. Jesus kommt mit seiner Art zu leben in die Welt hinein, die das so dringend braucht, aber er will es nicht von oben herabfallen lassen, sondern er will es durch uns in die Welt bringen, durch Menschen hindurch, die in seinem Namen beieinander sind.

Und dann entsteht die Freude, dass wir dabei sind. Und so hören wir noch einmal auf den Konfirmationsspruch für Mattis (Nehemia 8,10):

Die Freude am Herrn ist eure Stärke.

MattisWenn Gott die neue Welt wachsen lässt, und wir dabei sein dürfen, dann ist das keine traurige und erzwungene Sache. Sicher, es ist ernst, weil so viel auf dem Spiel steht dabei. Es ist ernst, weil wir in einer Welt leben, in die sich so viel Bedrohliches eingeschlichen hat. Aber es ist zugleich eine große Freude, weil wir dann die Kraft erleben, die sich dieser Gefahr widersetzt. Wahrscheinlich kann man diese Freude erst wirklich verstehen, wenn man weiß, wie ernst die Lage tatsächlich ist und das nicht zur Seite schiebt. Aber dann gibt es einen riesigen Schub, zu wissen: Jesu ist auferstanden! Er hat die Mächte der Zerstörung überwunden. Seine Art zu leben ist nicht gescheitert, sondern ist bestätigt worden, und am Ende wird sie weltweit bestätigt sein.
Das zu wissen, gibt eine ganz große Stärke. Und wir werden sie erleben, wenn wir uns von den lebendigen Worten Jesu bewegen und gestalten zu lassen. Sie haben schon so viel angestoßen in der Welt und im Leben von Menschen. Im Zeichen diese Verheißung, dass alles neu werden soll, steht die ganze Schöpfung. Als Jesus auferstanden ist, da ist an einer Stelle die Zukunft schon kräftige Wirklichkeit in der Gegenwart geworden. Jesus ist der erste Mensch, der zur neuen Schöpfung gehört.

Und wir alle, ob jung oder alt, sollen uns von dieser neuen Wirklichkeit beeinflussen lassen, ihr sollen wir vertrauen, an dieses Neue sollen wir uns binden, damit wir mit den Kräften der kommenden Welt Hoffnung und Heilung in diese Welt bringen.

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